Spuren des Lichts. Ausstellung 12.6. – 5.7. 2026

Spuren des Lichts.

Dekonstruktion und Konstruktion von Licht und Bewegung.

 12.06.–5.7.2026 

Ausstellungshalle Hawerkamp 

Vernissage: Freitag, 12.6.2026 um 19 Uhr
Einführung: Dr. Stephan Trescher
Finissage mit Künstlergespräch: Sonntag 5.7.2026 um 13 Uhr

Spuren des Lichts Ausstellung Einladungskarte
Öffnungszeiten:
SA 15 – 18 UHR
SO 12 – 18 UHR

Mit freundlicher Unterstützung durch: Frau Beata Arabasz, Vorsitzende Verein Landesinitiative Polnischsprachiger Eltern und Familien NRW e.V. und Mitglied  Ausschuss Chancengerechtigkeit und Integration. 

Für Gruppen geöffnet auch nach Vereinbarung: kuration@am-hawerkamp.de

 

EWA JACZYNSKA 

ANETTA KÜCHLER-MOCNY

ANNE-KATRIN PUCHNER

MYRIAM RESCH

JEANNETTE SCHNÜTTGEN

ANNA TATARCZYK

Wir, das sind 6 Künstlerinnen aus Düsseldorf bzw. mit Düsseldorf-Bezug. Wir beschäftigen uns alle von unterschiedlichen Medien (Malerei, Objekt, Installation, Grafik) kommend mit den Themen Licht, Bewegung & Raum und haben dazu ein Konzept entwickelt, das sich auf die Düsseldorfer Zero-Gruppe bezieht. Die Debut-Veranstaltungen unserer Ausstellungsreihe fand in den Flottmannhallen Herne im 2024 statt und trug den Titel „Stunde des Lichts“. 2025 schließen wir jetzt in Münster mit dem Ausstellungstitel „Spuren des Lichts“ an. 2026 freuen wir uns die Räume im Schloss Burgau unter dem Titel „Räume des Lichts“ bespielen zu dürfen. Langfristig ist angedacht aus unserer Ausstellungsreihe ein Katalog-Projekt zu entwickeln.

Inhaltlicher Hintergrund

Licht ist weit mehr als ein physikalisches Phänomen. Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen, für unseren Körper ebenso wie für unsere Seele. Wenn Licht auf unsere Haut und in unsere Augen fällt, bekommt unser Nervensystem ein klares Signal: Es gibt Orientierung, es gibt Rhythmus, es gibt Halt. Gerade in einer Welt, die sich für viele Menschen unsicher, laut und überfordernd anfühlt, wirkt Licht wie ein innerer Anker. Dunkelheit, ob real oder seelisch, verstärkt Ängste, lässt Sorgen größer erscheinen und verengt unseren Blick. Licht hingegen öffnet. Es schafft Weite, macht Zusammenhänge sichtbar und schenkt uns das Gefühl, nicht verloren zu sein. Im übertragenen Sinn steht Licht für Hoffnung, Klarheit und Sinn. Licht erinnert uns daran, dass selbst in Zeiten von Krisen, Wandel und Ungewissheit nicht alles im Schatten liegt. 

2020, plötzlich stand alles still, v.a. auch im Kunstbetrieb – viel im Schatten, scheinbar wenig im Licht. Aber in diesem dunklen Stillstand lag auch eine große Kraft. Neue positive Dimensionen, die früher nicht denkbar waren. In dieser Energie, in dieser „Stunde Null“ entwickelten Ewa Jaczynska und Anne-Katrin Puchner im ehemaligen Atelier der Zero -Gruppe von Otto Piene und Heinz Mack auf der Gladbacher Straße 69 in Düsseldorf und derzeitiges Atelier von Anne-Katrin Puchner ein  Ausstellungskonzept, das wir jetzt in die räumlich sehr spannende Ausstellungshalle Hawerkamp nach Münster bringen.

Die Zero-Gruppe befand sich damals, bei ihrer Gründung 1958, ebenfalls in einer Stunde Null, woraus sich der Name der Künstlergruppe „Zero“ ergab. Man wollte nach dem zweiten Weltkrieg der Welt eine reinere Welt durch eine optimistische weltweite Kunst entgegensetzen, wie beim Countdown bei einem Raketenstart. So entstanden u.a. die bekannten raumgreifenden lichtkinetischen Objekte. 

„ZERO, Internationale Künstleravantgarde der 50er/60er Jahre“, so hieß die Ausstellung 2006 im Museum Kunstpalast, die uns – damals noch studierend – eindrücklich in Erinnerung blieb und, wie sich in unseren Gesprächen herausstellte, auch prägte: Wir, das sind 6 Künstlerinnen, die sich mit unterschiedlichsten Herangehensweisen und Techniken mit dem Thema Licht und Bewegung beschäftigen: Malerei, Collage, Holzschnitt, Plastik, Skulptur, aber auch ortsbezogenen Installationen.

Der männlich ausgerichteten Zero-Gruppe und des damals patriarchalisch dominierenden Kunstszene möchten wir außerdem nun einige Jahrzehnte später mit weiblicher Energie entgegentreten und auch an dieser Stelle in ein neues Licht treten.